Begründung
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Die Schulen der Handwerkgenossenschaft bilden schon ab 1955 ein stabiles und fähiges Erziehungssystem, das an den Bedingungen des Arbeitsmarktes angepasst und an allen Bedürfnissen der Schüler rezeptiv ist.
Das Lernsystem der Handwerkgenossenschaft setzt die geschätzten Kunst- und Berufschulen, die damals in dem Rumänien der Zwischenkriegszeit gaben, fort und hat eine Erfahrung von ungefähr 50 Jahren in der Schulung von Handwerker und Spezialisten. Unser System ist jetzt vorbereitet, um eine attraktive Vielfalt von Berufsqualifizierungen im Bereich Dienstleistungen anzubieten, so dass den Bedarf der kleinen und mittleren Unternehmen und der Dienstleistungsunternehmen an qualifizierten Mitarbeitern erfüllt wird. Wichtig zu erwähnen wäre, dass der Mittelstand der Bürger Rumäniens in dem Bereich Dienstleistungen tätig ist.
Die Unterrichtsabteilungen der Handwerkgenossenschaft sind vorhanden innerhalb 12 Schulgruppen, die „Kunst und Beruflyzeen„ genannt sind, und tragen den Namen des großen Reformators Spiru Haret. Solche Lyzeen findet man in den folgenden Städten: Arad, Baia Mare, Braila, Breaza, Cluj (Klausenburg), Craiova, Constanta, Iasi, Odorheiu Secuiesc, Ploiesti und Temeswar.
Diese Schuleinheiten sind von den Zweigstellen des Vereins für Gymnasialstudien der Handwerkgenossenschaft „Spiru Haret“ koordiniert, ein Verein, der eine juristische Rechtsperson von Privatrecht ist und der keinen Arbeits- oder Patrimonialzweck hat. Der Verein hat nur genossenschaftliche Interessen, gehört der Regierung nicht und ist apolitisch.
Die Unterrichtseinheiten haben die Fähigkeit die Nachfragen aller wirtschaftlichen und sozialen Spektren zu befriedigen. Um die Anforderungen dieser zu erfüllen, haben die Unterrichtseinheiten Flexibilität in der Orientierung des Unterrichts gezeigt. Sie verfügen über ausreichende mit entsprechenden Ausrüstungen ausgestattete Räumlichkeiten, die den Bedingungen des leistungsvoller Unterrichts erfüllen, u. zw: Klassen, Kabinette, Laboratorien, Praktikumsateliers, Wohnheime mit Wohnplätzen, Bibliotheken, Sporträume und Plätze.
In den Schulen arbeiten über 256 Lehrer, die in Allgemeinbildung und in technischen Fächer spezialisiert sind. Es gibt Meister, Instruktoren und fast 142 Mitarbeiter, die den Verwaltungs- und didaktischer Nebenpersonell bilden.
Die Unterrichtseinheiten der Handwerkgenossenschaft bereiten ungefähr 5.500 Schüler für Berufe und Spezialisierungen vor. Sie können auch berufliche Qualifizierungslehrgänge besuchen, die von den Schulen für Kunst und Berufe, von den Berufschulen, Lyzeen, postgymnasialen Schulen und Meisterschulen angeboten sind. Die Qualifizierungslehrgänge sind in den „Normen für die Berufsqualifizierungen, die von den vorgymnasialen Unterrichtseinheiten organisiert werden, und für die Dauer der Schulung“ bestimmt. Diese Normen sind durch den Regierungsbeschluss Nr. 533/30.05.2007 angenommen.
In der Beschreibung jeder Schule, die in diesem Schulenführer zu finden ist, haben wir die Berufe und Spezialisierungen, bzw. die Qualifizierungslehrgänge, die für diejenige Schule gültig sind, angegeben.
Zu bemerken wäre, dass einige Spezialisierungen spezifisch für den genossenschaftlichen Unterricht sind und in den Unterrichtseinheiten, die seit Jahrzehnten existieren, gegründet und exklusiv entwickelt worden sind. Solche Berufe und Spezialisierungen wären z. B. Juwelier, Uhrmacher, Optiker, Monteur von optisch mechanischen Ausrüstungen, Friseur Damenfriseur Maniküre Pediküre, Kosmetiker usw.
Neben diesen traditionellen Berufsqualifizierungen hat sich die didaktische Tätigkeit dieser Schulen den neuen Marktnachfragen, die von Interesse für die Konkurrenzwirtschaft sind, angepasst (Einrichtungen, Pläne, Programme) und erfüllt die notwendigen Bedingungen für folgende Berufsqualifizierungen: Techniker für Sehweitenmessung, Techniker im Bereich Mechatronik, Assistent im Bereich Distanzmessung usw.
Die berufliche Bildung wird realisieret indem man das Dualsystem benützt, bzw. durch eine Mischung von theoretischen Informationen (spezifisch für die theoretischen Schulen) und praktischen Übungen (spezifisch für die genossenschaftlichen Organisationen und für die Firmen, die ihre Angestellte schulen).
Der Unterricht folgt gemäß dem Unterrichtsplan und dem Curriculum, beide angenommen von dem Ministerium für Erziehung, Forschung und Jugendlichen.
Das Unterrichtsgesetz Nr. 84/1995 hat den privaten Charakter des genossenschaftlichen Unterrichts, und seine Organisierungs-, Funktionierungs- und Finanzierungsart anerkannt. Mit diesem Gesetz ist der genossenschaftliche Unterricht akkreditiert worden. Die 12 Unterrichtseinheiten der Handwerkgenossenschaft haben die erste Akkreditierungsetappe schon seit 1999 hinter sich. In 1999 haben sie die Vertrauensgenehmigung für die Berufe, Spezialisierungen und Abteilungen, die an dem Datum unterrichtet worden waren, bekommen. Später wurden die Schulen neubewertet und haben die Genehmigung auch für die neuen Berufen und Spezialisierungen bekommen.
Die Finanzierung dieser Schulen wird aus Schulgebühren und Schulungsverträge, die mit verschiedenen Genossenschaften und Firmen abgeschlossen worden sind, aus der Mikroproduktion der Schule, aus Dienstleistungen, die von den Unterrichtseinheiten ausgeübt worden sind, aus Erziehungspartnerschaften und von verschiedenen Sponsoren versichert.
Für jede Institution wird einen Berater aus den Lehrern ernannt, der mit der Organisierung der erzieherischen und extracurrikulären Tätigkeiten sich beschäftigen wird. Dieser Berater koordiniert auch die Image Beratungsabteilung, die für das Promovieren der Schulung- und Erziehungsangebote und der Identität der Schulgruppen in den Beziehungen mit den Vertretern der lokalen, regionalen und nationalen Gemeinschaft tätig ist. Diese Abteilung wird das berufliche Integrieren der Absolventen verfolgen.
Ein Hauptziel des handwerkgenossenschaftlichen Unterrichts ist das Anpassen der Berufsqualifizierungen an dem EU-Unterricht.
Die Schulen nehmen an einigen Gemeinschaftsprogrammen teil, wie z. B.: PHARE, SOCRATES, die COMENIUS Abteilung (für Erziehung), LEONARDO DA VINCI (für berufliche Bildung). Alle diese sind Projekte, die von der Europäischen Union finanziert worden sind. Die Schulen in Bukarest und Ploiesti haben schon Schenkungen von der Handwerkerkammer in Koblenz bekommen. Die Finanzierung dafür ist von der Regierung Deutschlands versichert.
Ab 1996 findet in diesen Schulen auch die Qualifizierung und Neuqualifizierung der vorhandenen oder in Handwerkgenossenschaften notwendigen Arbeitskraft statt.
Um dieses Ziel zu erreichen sind Zentren für die berufliche Qualifizierung und Neuqualifizierung der Erwachsenen organisiert. Diese waren die Nutznießer der Erfahrung unserer Lehrerkräfte und Spezialisten und der didaktischen Ressourcen der Schulen. Die Zentren haben ca. 5 000 Erwachsene pro Jahr für die von dem Ministerium genehmigten Berufe qualifiziert und haben Zeugnisse ausgestellt, die national anerkannt sind.
Gemäß den neuen gesetzlichen Bestimmungen, die den Berufvorbereitungsmarkt der Erwachsene in Rumänien regeln, unternehmen jetzt die Bildungszentren die notwendigen Schritten, um als Lieferer von Berufsqualifizierung gemäß den Bedingungen der Handwerkgenossenschaft und der rumänischen Gesellschaft im Allgemeinen genehmigt zu werden.
Unser Schulenführer bietet ein erzieherisches Globalangebot an und wünscht sich die lokale Gemeinschaft durch zusammengefassten Informationen und suggestiven Bilder zu sensibilisieren und die Schüler und allen, die dafür Interesse haben, von dem besonderen Potential des handwerkgenossenschaftlichen Unterrichts (der bedeutendste Teil des privaten vorgymnasialen Unterrichts in Rumänien) zu überzeugen.
